Wissen aus der Tierwelt

Was fressen Raben und Krähen?
Raben und Krähen sehen sich sehr ähnlich und auch die Ernährung der Vögel ist gleich. Doch was steht auf ihrem Speiseplan? Von t-online Ann-Kathrin Landzettel.

Wir haben die Antwort.
Nicht nur auf den ersten Blick haben Raben und Krähen vieles gemeinsam. Auch wenn man sich das Fressverhalten der Tiere anschaut, sind kaum Unterschiede zu erkennen.

Wir zeigen Ihnen auf, wovon sich die Vögel in der Natur ernähren und wie Sie diese im Winter unterstützen können.

Was Raben gern fressen.
Raben und Krähen gehören beide zur Familie der Rabenvögel. Sie gelten als intelligente Tiere. Bei der Ernährung bevorzugen Raben und Krähen ebenfalls ähnliche Speisen.

Raben sind Allesfresser und genießen sowohl tierische als auch pflanzliche Kost.

Besonders gern mögen sie Beeren, Nüsse, Samen sowie Spinnen, Raupen und Würmer.

Zur Brutzeit verspeisen Raben auch Jungtiere oder Eier anderer Vögel.

So füttern Sie Raben.
Im Winter kann es Raben schwerfallen, Nahrung in der Natur zu finden. Sie können Raben daher füttern. Dafür eignet sich vor allem heimisches Gemüse und Obst.

Legen Sie beispielsweise etwas Apfel, Karotte oder Birne zerkleinert in ein Futterhäuschen, um es den Vögeln anzubieten.

Das fressen Krähen gern.
Bei Krähen kommt es ganz auf ihren natürlichen Lebensraum an, wie die Ernährung aussieht. Doch genau wie Raben sind auch Krähen Allesfresser.

Nüsse, Getreide, Samen, Obst und Gemüse fressen Krähen besonders gern.

Manchmal bedienen sie sich am Nest anderer Vögel und machen sich über die Eier oder Jungtiere her.

Auch kleine Säugetiere wie Ratten oder Mäuse stehen auf dem Speiseplan der Krähen.

Ab und an kann es vorkommen, dass eine Krähe einen Fisch verspeist.

Vorsicht vor Salmonellen
Vögel füttern: sieben Fehler, die den Tieren schaden.

Das Futterhäuschen steht bei vielen Vogelfreunden schon bereit. Schließlich sollen die Tiere nicht hungern. Doch Fütterungsfehler können ihnen schaden.

In den kalten Wintermonaten herrscht buntes Treiben an den Futterhäuschen. Amseln, Rotkehlchen, Finken, Sperlinge, Blau- und Kohlmeisen, Zaunkönige, Spechte und Stare picken fröhlich nach Samen und Kernen.

Vom Fenster aus ist das zwar schön anzusehen, notwendig ist die zusätzliche Fütterung allerdings nicht unbedingt.

Fehler 1:
Nur auf die Winterfütterung als Tierschutzmaßnahme setzen.

Die Vogelarten, die hier überwintern, sind kleine Überlebenskünstler. In Parks, Gärten und Wäldern finden sie in der Regel ausreichend Nahrung.

"Zu glauben, dass die Probleme diverser Wildtiere durch künstliche Fütterungen gelöst werden können, ist falsch. Wildtiere sind auf Gedeih und Verderb auch Zeiten mit Nahrungsknappheit ausgesetzt und können sich darauf einstellen.

Futtergaben machen sie nur noch mehr von Menschen abhängig", sagt Katrin Koch vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (Nabu) t-online.

Viel wichtiger als die Winterfütterung ist dem Nabu zufolge eine naturfreundliche Gartengestaltung sowie der Erhalt heimischer Pflanzenarten mit Früchten und Samen.

Diese können die Mägen der Vögel ganz ohne menschliche Hilfe auf natürliche Weise füllen. Büsche, Bäume und Stauden bieten zudem Schutz und sind geeignete Brutplätze.

Außerdem kommt die zusätzliche Futterquelle lediglich 10 bis 15 Vogelarten zugute.

Allerdings herrscht in diesem Punkt Uneinigkeit: Wegen zurückgehender Singvogelbestände gibt es auch Stimmen, die sogar eine Ganzjahresfütterung befürworten – unter ihnen der Ornithologe Prof. Dr. Peter Berthold.

Fehler 2:
Brot und Essensreste füttern.

Auf keinen Fall sollten Vogelfreunde Brot, Essensreste oder salzige Nahrung wie Speck und Salzkartoffeln füttern. Das ist nicht artgerecht und kann laut Tierschützern zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu tödlichen Erkrankungen führen.

Brot beispielsweise quillt im Magen der Vögel auf und führt zu schlimmen Verstopfungen.

Vogelfreunde sollten nur das anbieten, was die Tiere auch in der Natur finden. Dazu zählen:

Apfelkerne

Beeren

Bucheckern

Haferflocken

Hanfsamen

Haselnüsse

Hirse

Kürbiskerne

Mohn

Rosinen

Samen von Tannenzapfen und Sonnenblumenkerne.

Über (getrocknete) Mehlwürmer freuen sich viele Vogelarten ebenfalls.

Achtung!
Verzichten Sie auf günstige Vogelfuttermischungen aus dem Handel. Diese werden zum einen oft mit für viele Vögel nährstoffarmen Weizenkörnern gestreckt.

Zum anderen können sie Samen invasiver Pflanzen enthalten, die sich so im Frühjahr in Ihrem Garten ausbreiten könnten.

Fehler 3:
Futterhäuschen nicht reinigen.

Ein Vogelhäuschen zieht eine Menge Vögel an. Dadurch sammeln sich nicht nur Federn und Ausscheidungen an, sondern es können auch Keime übertragen werden. Tierschützer raten daher, die Futterstelle täglich mit heißem Wasser und einer Bürste zu säubern und dabei immer Handschuhe zu tragen.

Ebenso sollten Verunreinigungen um das Häuschen herum beseitigt werden.

Fehler 4:
Tote Vögel an der Futterstelle nicht ernst nehmen.

Finden Sie tote Vögel an der Futterstelle, muss die Fütterung sofort eingestellt, das Futterhaus mit einer verdünnten Essigessenz desinfiziert und am Boden liegendes Futter entfernt werden.

Schuld können Salmonellen oder Trichomonaden sein, warnt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern.

Diese Krankheitserreger fänden sich häufig an den klassischen Futterhäuschen.

Zudem sei es wichtig, tote Tiere aufgrund des Ansteckungsrisikos nur mit Gummihandschuhen anzufassen und in einem Plastikbeutel in der Restmülltonne zu entsorgen. Danach die Hände desinfizieren.

Fehler 5:
Die Vögel zu früh füttern.

Im Herbst finden die Vögel noch ausreichend Nahrung. Es besteht dann kein Bedarf, bereits mit der Fütterung zu beginnen. Sind die Temperaturen noch zu mild, erhöht sich ferner das Risiko für Krankheiten am Vogelhäuschen.

Daher sollten Sie die Tiere erst mit Einsetzen von Frost und Schnee mit Nahrung versorgen.

Achtung
Besonders während der Jungenfütterungszeit – zwischen April und Juli – sollten Sie kein Vogelfutter zur Verfügung stellen. Die Jungvögel vertragen dieses nicht oder könnten sogar an den großen Stücken ersticken. Zudem bietet es nicht die Nährstoffe, die die jungen Tiere in der Wachstumsphase benötigen.

Koch rät darüber hinaus, auch in dieser Witterungsphase die Wildtiere lediglich moderat zu füttern. Wird es wieder milder, sollte die Fütterung eingestellt werden, damit sich die Wildtiere nicht an die künstliche Fütterung gewöhnen.

"Es sind Wildtiere und sollen es auch bleiben".

Fehler 6:
Feuchtes Futter

Wichtig ist es außerdem, das Futter trocken zu halten. Sonst kann es leicht schimmeln oder einfrieren. Damit Regen und Schnee nicht mit Samen und Körnern in Berührung kommen, bieten sich wasserfeste Futterspender und spezielle Silos an.

Weiterhin sollte das Häuschen möglichst hoch aufgehängt werden und sich an einer Stelle befinden, an der die Vögel eine heranschleichende Katze frühzeitig bemerken – am besten vier bis fünf Meter von Gebüschen und Bäumen entfernt.

Quelle: https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_75861664/voegel-fuettern-die-sieben-groessten-vogelhaeuschen-fehler.html


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